
Table of Contents- Inhaltsverzeichnis - - Stichwortverzeichnis - - Index-Suche - = Herold Website = = Arzt-ART (ÄrzteKunst) =Chapter 2InhaltsverzeichniseBook Navigation - die SymboleVorwortDanksagungVerzeichnis häufig gebrauchter AbkürzungenStichwortverzeichnisEVIDENZBASIERTE MEDIZIN (EBM)HÄMATOLOGIEKARDIOLOGIEPNEUMOLOGIEGASTROENTEROLOGIEWASSER- UND ELEKTROLYTHAUSHALTNEPHROLOGIERHEUMATOLOGIESTOFFWECHSELKRANKHEITENENDOKRINOLOGIEANGIOLOGIEINFEKTIONSKRANKHEITENANHANG zum Kapitel InfektionskrankheitenSOMATOFORME STÖRUNGENMOBBING AM ARBEITSPLATZ UND KRANKHEITALKOHOLKRANKHEITARMUT UND KRANKHEITGUTACHTENWESENBERUFSKRANKHEITENKLINISCH-CHEMISCHE UND HÄMATOLOGISCHE LABORPARAMETERStichwortverzeichnisHÄMATOLOGIEKARDIOLOGIEPNEUMOLOGIEGASTROENTEROLOGIEWASSER- UND ELEKTROLYTHAUSHALTNEPHROLOGIERHEUMATOLOGIESTOFFWECHSELKRANKHEITENENDOKRINOLOGIEANGIOLOGIEINFEKTIONSKRANKHEITENeBook Navigation - die Symbole BuchanfangIst ein von Ihnen gesuchter Begriff nicht im Index, nutzen Sie die Volltextsuche (links) als Alternative. (Die Screenshots stammen aus Version 4.9)Linkes Pulldownmenü Volltextsuche Rechtes PulldownmenüWir empfehlen, denMobipocket-Reader ab Version 5 zu verwenden. Schrifttyp und Schriftgröße können unter Tools/Options eingestellt werden. Bitte beachten Sie auch das Benutzerhandbuch unter Help/Contents. Zur Verwendung auf einem Pocket PC wird empfohlen, die Schrift-Dateien arial.ttf und symbol.ttf vom Windows-PC (C:\Windows\Fonts) auf den Pocket PC (Mein Gerät\Windows\Schriftarten) zu kopieren.Um das eBook auf zwei Geräten nutzen zu können (z.B. PDA und PC), müssen Sie Ihrem Benutzerkonto die zweite PID hinzufügen.Informationen zu den Systemanforderungen (unterstützte Plattformen) erhalten Sie hier. Bei technischen Problemen sowie bei Fragen zum Mobipocket-Reader oder zu Ihrem Mobipocket-Account wenden Sie sich bitte an das Mobipocket-Supportforum.VorwortBezugsquellen für Übersetzungen dieses Buches (E-Mail-Anschrift in Klammern):DanksagungPD Dr. med. Ulrich GERMINGViktor Bäuerle (Augsburg)Herrn Prof. Dr. H.-P. Brezinschek (Medizinische Universitätsklinik Graz) danke ich für die Mitgestaltung des Kapitels Arthrose.Verzeichnis häufig gebrauchter Abkürzungena = annum (Jahr(e)Chapter 29EVIDENZBASIERTE MEDIZIN (EBM)I. H Ä M A T O L O G I EChapter 32Chapter 33Chapter 34Chapter 35II. K A R D I O L O G I EChapter 37Chapter 38HERZINSUFFIZIENZ (HI) [I50.9]NEBENWIRKUNGENChapter 41Chapter 42Chapter 43Chapter 44Chapter 45Chapter 46Chapter 47Chapter 48IV. G A S T R O E N T E R O L O G I EChapter 50Chapter 51Chapter 52Chapter 53LEBERZIRRHOSE [K74.6]4. Entzündlicher AszitesChapter 56Chapter 57VI. NEPHROLOGIEChapter 59Chapter 60Chapter 61Chapter 62S C H I L D D R Ü S EChapter 64NEBENSCHILDDRÜSE, VITAMIN D-STOFFWECHSEL UND KALZIUM-/PHOSPHATHAUSHALTChapter 66Chapter 67Chapter 68Chapter 69DARMPARASITEN IN MITTELEUROPA IChapter 71SEXUELLE ÜBERTRAGBARE ERKRANKUNGENAUSGEWÄHLTE TROPENKRANKHEITENANHANG zum Kapitel InfektionskrankheitenMeldepflichtige Infektionskrankheiten nach §§ 6 / 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG)GruppeWICHTIGE Impfungen im Erwachsenenalter Aktuelle STIKO-Empfehlungen beachten: www.rki.deSOMATOFORME STÖRUNGENChapter 79KLINISCH-CHEMISCHE UND HÄMATOLOGISCHE LABORPARAMETERBiologische GrößeEinheitT4/T8-Quotient = CD4/CD8-RatioSäuren-Basen-StatusAB-O2-SättigungNierenfunktionsuntersuchungenLeberstoffwechselS-IgAPorphyrineDigestions- und ResorptionstesteUrinuntersuchungenB S G (BLUTKÖRPERCHENSENKUNGSGESCHWINDIGKEIT)StichwortverzeichnisChapter 94MHerold-SyndromInteressante, und zum Teil auch etwas erschreckende Feststellungen lassen sich im Staatsjahr 95 der medizinischen Fakultät der Universität Zürich machen. Es scheint eine Art Massenwahn ausgebrochen zu sein, in dessen Zentrum ein ca. A5-formatiges, harmlos aussehendes Buch steht, welches von einem gewissen Herrn Herold verfaßt und vertrieben wird (deshalb hier kurz Herold genannt). Diese in den verschiedensten Farben erhältlichen Bücher - häufig entdeckt man orange, violett, hellblau und seit neuestem grün mit einem neckischen gelben Streifen - scheinen Gegenstand einer mystischen Verehrung zu sein. Es lassen sich panisches Nachschlagen, heftiges Anmalen und Verschlimmbessern des Textes sowie eine ausgeprägte Anhänglichkeit an dieses Buch feststellen. Ebendiese geht so weit, dass man befürchten muss, dass sich gewisse Leute gar nicht mehr von ihrem Herold trennen wollen. Dies erklärt dann auch die auftretenden Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Besonders betroffen sind hier die Studentinnen, weil sie ihren Partnern oft nur schwer erklären können, dass es sich beim Herold bloß um ein "harmloses" Buch handelt und nicht um einen Nebenbuhler, vor allem wenn sie noch des nachts von medizinisch poliklinischen Alpträumen heimgesucht werden und laut nach dem Herold rufen.

D I A G N O S T I K
• Anamnese/Klinik:
- Palpation der Schilddrüse: Vergrößerung (= Struma)?, Konsistenz?, Schmerzhaftigkeit? Knoten? Schwirren? Strömungsgeräusch?
- Puls, Augenbefund u.a.
• In vitro- und in vivo-Diagnostik und Zusatzuntersuchungen
IN VITRO-DIAGNOSTIK
1. Thyreoideastimulierendes Hormon (TSH)
Aufgrund des negativen feed-back-Mechanismus zwischen Schilddrüsenhormonspiegel und TSH-Sekretion ist die basale TSH-Bestimmung einer der sensitivsten Parameter zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion; TSH basal genügt im Regelfall als Screeningtest zum Ausschluss einer Schilddrüsenfunktionsstörung.
Normbereich: 0,4 – 2,5 mU/l = Euthyreose; 2,5 - 4,0 mU/l Grenzbereich
TSH erhöht : Primäre (thyreogene) Hypothyreose (oder extrem selten: Sekundäre hypophysäre Hyperthyreose)
TSH erniedrigt : Befundkonstellation bei Hyperthyreose, Schilddrüsenautonomie, Thyroxintherapie sowie selten bei hypophysärer Hypothyreose
2. Schilddrüsenhormone (Referenzbereiche des jeweiligen Labors beachten)
Bei der Bestimmung der Gesamthormonkonzentration im Serum (= proteingebundene + freie Hormone) entstehen Interpretationsschwierigkeiten dadurch, dass in die Gesamthormonbestimmung Änderungen der Proteinbindungsverhältnisse eingehen; diese können zwar erfasst werden durch zusätzliche Bestimmung des Thyroxinbindenden Globulins (TBG), sicherer ist jedoch die Bestimmung der freien Hormonkonzentration:
• Freies Trijodthyronin (FT3)
Referenzbereich: 2,2 - 5,5 pg/ml Serum
• Freies Thyroxin (FT4)
Referenzbereich: 0,6 - 1,8 ng/dl Serum
3) Bestimmung von Jod im Urin
(d.f.) Ind.:
1. Klärung der Frage, ob eine Hyperthyreose durch Jodkontamination ausgelöst wurde.
2. Epidemiologische Aussage über die Jodversorgung einer Bevölkerungsgruppe: Bei ausreichender Jodzufuhr (200 µg/d) werden mindestens 140 µg/d im Urin ausgeschieden.
4) Schilddrüsenautoantikörper
• Thyreoglobulin-Antikörper (TgAK oder Anti-TG)
In 70 % d.F. erhöhte Titer bei Autoimmunthyreoiditis Hashimoto; Vorkommen auch bei immunogener Hyperthyreose (Typ Basedow), endokriner Orbitopathie und gel. bei Schilddrüsengesunden.
• Antikörper gegen thyreoidale Peroxidase (anti-TPO-AK) = mikrosomale AK (MAK)
Interpretation erhöhter Titer wie bei TgAK (in 90 % d.F. erhöhte Titer bei M. Hashimoto)
• TSH-Rezeptorautoantikörper (= TRAK)
finden sich in 80 % d.F. bei immunogener Hyperthyreose (Typ Basedow)
Der Lumineszenz-Bioassay für TRAK nennt sich TSAB (thyreoidea stimulating antibodies) und hat eine Sensitivität von 98 %.
5) Tumormarker
• Serumthyreoglobulin (Tg)
Referenzbereich: bis 50 ng/ml
Thyreoglobulin kommt nicht nur im Schilddrüsenfollikel vor, sondern in Spuren auch im Serum Gesunder. Tg ist unterhalb der Nachweisgrenze (< 1 ng/ml) bei:
- Schilddrüsenagenesie
- Hyperthyreosis factitia
- Nach thyreoablativer Therapie eines differenzierten Schilddrüsenkarzinoms
(d.f.) Wiederanstieg von Tg bei der Tumornachsorge spricht für Metastasen.
• Serumcalcitonin
Das medulläre Schilddrüsenkarzinom (= C-Zellkarzinom) produziert vermehrt Calcitonin, das im Serum nachgewiesen werden kann.
IN VIVO-DIAGNOSTIK
1) Sonografie:
• Lage, Form, Größe der Schilddrüse;
Schilddrüsenvolumen eines Lappens = Länge x Breite x Dicke x 0,5
Obere Referenzgrenze des gesamten Schilddrüsenvolumens: 18 ml (w) und 25 ml (m)
• Echostruktur: Echofreie Zysten; echoarme oder echoreiche Schilddrüsenknoten: Häufigkeit ca. 20 % in Deutschland (w > m; Zunahme mit dem Lebensalter). Kleine Knoten < 1 cm (D), die nicht tastbar sind, werden i.d.R. nur sonografisch kontrolliert + TSH-Bestimmung. Knoten > 1 cm (D) weiter abklären (Szintigrafie (d.f.) bei kalten Knoten: Aspirationszytologie). Verkalkungen können auf Karzinom hinweisen. Aber: Die Sonografie gibt nur Hinweise auf die mögliche Dignität eines umschriebenen Befundes. Allein die Histologie (mit Einschränkung Zytologie) erlaubt eine Diagnose.
• Beziehung der Schilddrüse zu Nachbarorganen (Trachea u.a.), Durchblutung (Farbduplex)
• Nachweis supprimierter Schilddrüsenareale, die in der Szintigrafie nicht sichtbar sind.
2) Szintigrafie:
Standarduntersuchung ist die quantitative Szintigrafie der Schilddrüse mit 99mTechnetium-Pertechnetat (99mTc04, ein Gammastrahler mit T50 von 6 h) und Bestimmung der Radionuklidaufnahme in die Schilddrüse:
TcTU = Technetium Thyreoidaler Uptake.
Eine Untersuchung mit Radiojodisotopen erfolgt nur bei speziellen Indikationen: Dosisberechnung vor Radiojodtherapie, Schilddrüsenkarzinom, Nachweis dystoper Schilddrüsenanteile. Zur Anwendung kommen 2 Isotope:
- 123J : Gammastrahler; T50 = 13,3 h
- 131J : Gamma-/Betastrahler; T50 = 8 Tage (rel. hohe Strahlenbelastung)
Nicht erforderlich ist die Schilddrüsenszintigrafie bei jüngeren Patienten mit diffuser Struma, homogenem Echomuster und normalen Schilddrüsenfunktionsparametern (FT3/4, TSH basal).
Szintigrafische Aussagen:
• Lage, Form und Größe der Schilddrüse, Nachweis von ektopem Schilddrüsengewebe (z.B. Zungengrund)
• Funktionstopogramm: Darstellung von Schilddrüsenarealen mit vermehrter oder verminderter Stoffwechselaktivität. Entsprechend dem Ausmaß der Nuklidanreicherung unterscheidet man:
- Kalter Knoten: Speichert nicht oder kaum.
- Warmer Knoten: Speichert etwas stärker als das übrige Schilddrüsengewebe.
- Heißer Knoten: Speichert intensiv, während das übrige Schilddrüsengewebe geringer oder gar nicht speichert. Es kann sich hierbei um eine unifokale Autonomie handeln (Synonym: Autonomes Adenom); Einzelheiten siehe Hyperthyreose.
Merke:
Szintigrafische Herdbefunde müssen mit sonografischen Befunden korreliert werden.
Ein kalter Knoten, der sonografisch echofrei ist, entspricht einer Zyste.
Ein kalter Knoten, der nicht echofrei ist, ist karzinomverdächtig (Karzinomhäufigkeit ca. 4 %) und bedarf daher einer definitiven Klärung:
Wiederholte Feinnadelpunktion mit Zytologie, Tc-99m-MIBI-Szintigrafie (Speicherung spricht für Karzinom!), bei geringstem Verdacht auf Karzinom oder diagnostischer Unsicherheit: Operation mit histologischer Klärung.
Risikokriterien bei kalten Knoten:
- Strahlenexposition in früherer Zeit
- Geschlecht (Malignomwahrscheinlichkeit bei Männern 4 x größer)
- Jugendliches Alter
- Lokalbefund: Solitärer Knoten, schnelle Entwicklung, nicht verschieblich
3) Suppressionstest
Ind: Nachweis einer Schilddrüsenautonomie
Die Menge autonomen Schilddrüsengewebes erfasst man durch die Bestimmung der thyreoidalen 99mTc-Pertechnetat-Aufnahme (-uptake) = TcTU unter Suppressionsbedingung, das heißt nach Einnahme von LT4 in suppressiver Dosis (z.B. 150 µg LT4/d über 2 Wochen). Bei einem TcTUsupp > 1,5 % muss damit gerechnet werden, dass exogene Jodzufuhr eine Hyperthyreose auslöst!
Durch Vergleich von Basisszintigramm (ohne Schilddrüsenhormoneinnahme) und Suppressionsszintigramm (nach Schilddrüsenhormoneinnahme) können autonome Schilddrüsenareale demaskiert werden, die sich der regulierenden Steuerung durch TSH entzogen haben und daher im Suppressionsszintigramm isoliert zur Darstellung kommen.
4) Feinnadelaspirationspunktion
Einfache ungefährliche Methode. Einzige Kontraindikation: Hämorrhagische Diathese.
Hauptindikation: Selektion der kalten und echoarmen/-freien Knoten, die einer operativen Klärung bedürfen. Allerdings ist bei ca. 30 % der Punktionen keine ausreichende zytologische Beurteilung möglich (Studie der Mayo Clinic).
Zusatzuntersuchungen:
• Röntgenuntersuchungen
Tracheazielaufnahme und Ösophagusbreischluck dokumentieren Verdrängung und Einengung bei großer (retrosternaler) Struma. Röntgenologisch fassbare Raumforderung sorgfältig mit Szintigramm vergleichen (Kongruenz ?).
Valsalva-Pressversuch unter Durchleuchtung: Wandinstabilität der Trachea (Tracheomalazie) bei großer Struma?
Thoraxübersichtsaufnahme in zwei Ebenen: Aufdeckung von intrathorakalen Strumaanteilen und von Metastasen (Nachsorge des Schilddrüsenkarzinoms).
CT der Schilddrüse bei Schilddrüsenkarzinomen (Ausdehnung? Rezidiv? Infiltration? Lymphome? Nicht 131J-speicherndes Tumorgewebe?) - Cave jodhaltige Kontrastmittel!
• Sonografie und MRT der Orbitae: Bei einseitigem Exophthalmus muss differenzialdiagnostisch ein Tumor ausgeschlossen werden.
Merke: Bei geringstem Verdacht auf Schilddrüsenfunktionsstörung keine Röntgenkontrastmittel anwenden vor Abklärung der Schilddrüsenfunktion. Begründung: Nach exogener Jodzufuhr ist längere Zeit kein Schilddrüsenscan möglich, außerdem kann eine latente Hyperthyreose (bei Schilddrüsenautonomie) manifest werden!
• Ganzkörperskelettszintigrafie mit 99mTc-MDP
Knochenmetastasensuche (Nachsorge) bei Schilddrüsenkarzinom. Nur 60 % der Knochenmetastasen von differenzierten Schilddrüsenkarzinomen zeigen eine pathologische Aktivitätsanreicherung.
• Tc-99m-MIBI-Szintigrafie
Tc-99m-MIBI reichert sich (unspezifisch) in malignem Schilddrüsengewebe an und kann auch Metastasen aufdecken, die kein 131J speichern. Findet sich in einem kalten Knoten eine Anreicherung, ist der hochgradige Verdacht auf ein Schilddrüsenkarzinom gegeben. Bei der Nachsorge von Patienten mit Schilddrüsenkarzinom ist kein Absetzen der Schilddrüsenhormontherapie erforderlich.
• PET: Suche nach Schilddrüsenkarziom-Metastasen
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